Mein Jahresrückblog 2025
2025 war kein leichtes Jahr.
Es war eines, das mich gezwungen hat, langsamer zu werden, genauer hinzusehen und manches neu einzuordnen – beruflich wie privat.
Dieser Rückblick folgt keiner strengen Chronologie, sondern den Themen, die mich durch dieses Jahr getragen, herausgefordert und verändert haben.
Herzlichst Christina
Das erwartet dich in meinem Jahresrückblick 2025
- Abklärung des Gebrauchsmuster-Schutzes für Stoffurnen
- Mein Kartenset „Letzte Runde“
- Lesung mit Eric Wrede
-
KWD – Kick-off: Sichtbarkeit für die Kreativwirtschaft Düsseldorf
- Mein erster Auftrag für eine Stoffurne
- Das Piriformis-Syndrom – wenn nichts mehr geht
- Ende gut, alles gut – mein Haus hat zwei würdige neue Besitzer
-
Kurzbesuch bei meiner ältesten Freundin in Berlin
- Mein erstes Retreat – Zeit für mich
- Apfelsaft geht immer. Auch mit Piriformis.
- Endlich eine Destille – und Düfte für die Seele
-
Meine Bäcker-WhatsApp-Status-Fotos
- Zahlen, Ausblicke und mehr
Beruflich – Zwischen Verantwortung, Zweifel und neuen Wegen
Beruflich war 2025 ein Jahr der Klärung.
Weniger Tempo, mehr Verantwortung – und einige Entscheidungen, die mich gezwungen haben, genauer hinzusehen, bevor ich weitergehe.
Abklärung des Gebrauchsmuster-schutzes für Stoffurnen
Im Frühjahr 2025 stand ich kurz davor, mit meinem neuen Projekt „artemori“ online zu gehen.
Ein Projekt, in das viel Herz, Zeit und Sorgfalt geflossen war. Doch kurz bevor ich den Shop freischalten wollte, wurde mir bewusst, dass es hier um mehr geht als um Gestaltung, Handwerk oder
Unternehmergeist: Es ging um Verantwortung.
Seit über einem Jahr arbeite ich an meiner Website für meine handgefertigten Stoffurnen. Im März war ich eigentlich so weit, den nächsten Schritt zu gehen. Doch eher zufällig stellte ich fest,
dass eine Mitbewerberin, die schon länger sehr erfolgreich textile Urnen herstellt, für ihr Design und die technische Umsetzung einen Gebrauchsmusterschutz hat eintragen lassen.
Da ich mich als Kommunikationsdesignerin durch die Anmeldung eigener Marken bereits mit dem Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) beschäftigt habe, wusste ich, wo ich die entsprechenden
Unterlagen finden würde. Mir war sofort klar: Ich möchte auf keinen Fall das Risiko eingehen, mit meinen eigenen Entwürfen bestehende Schutzrechte zu verletzen. Das kann nicht nur sehr
unangenehm, sondern auch teuer werden.
Trotz Unterstützung durch Expert:innen der IHK blieb für mich vieles unklar. Erst ein telefonisches Gespräch mit dem Münchner Patentanwalt Jens Reinhard brachte mehr Orientierung. Auf
seinen Rat hin stellte ich einen Rechercheantrag, der für Klarheit sorgen sollte – auf dessen Ergebnis ich allerdings sechs Monate warten musste, ohne danach wirklich schlauer zu sein.
Schließlich beauftragte ich Herrn Reinhard mit der Prüfung der Schutzrechte und ließ drei meiner eigenen Designansätze rechtlich bewerten. Das Ergebnis war eine große Erleichterung: Keiner der
Entwürfe verletzt bestehende Schutzrechte. Damit steht dem Angebot meiner handgefertigten Urnen aus Stoff nun nichts mehr im Weg.
Die juristische Begleitung war kostspielig, aber rückblickend absolut sinnvoll. Ich habe nicht nur Rechtssicherheit gewonnen, sondern auch gelernt, wie Schutzrechte formuliert und gelesen werden
– und dass gründliche Recherche sich immer auszahlt. Denn sie ist allemal günstiger, als sich später in einem Rechtsstreit wiederzufinden.
Mein Kartenset „Letzte Runde“
2025 ist auch ein sehr persönliches Gestaltungsprojekt entstanden: mein Kartenset „Letzte Runde“.
Die Idee dazu hat sich nicht an einem bestimmten Tag ergeben. Sie ist über Jahre gewachsen – aus vielen Gesprächen, aus Abschieden, aus Situationen, in denen Dinge unausgesprochen geblieben sind.
Und aus der Erfahrung, wie schwer es uns oft fällt, über das wirklich Wichtige zu sprechen, solange noch Zeit dafür wäre.
„Letzte Runde“ ist ein Kartenset mit einfachen Fragen. Fragen, die trotzdem nicht beiläufig sind und auch nicht schnell beantwortet werden wollen. Es geht um Nähe, um Erinnerungen, um Wünsche, um
das, was war – und um das, was vielleicht noch gesagt werden möchte.
Viele dieser Fragen hätte ich selbst gerne früher gestellt. Manche Gespräche wären anders verlaufen, wenn es einen Anlass oder eine Einladung dazu gegeben hätte. Genau diese Einladung wollte ich
gestalten.
Als Kommunikationsdesignerin war mir dabei besonders wichtig, dass Gestaltung und Inhalt sich nicht gegenseitig überlagern. Die Karten sollten ruhig sein, klar, zurückhaltend. Kein Spiel, kein
Coaching-Tool, kein Gesprächs-Gimmick – sondern ein wertiges Objekt, das man bewusst in die Hand nimmt.
Das Kartenset richtet sich nicht ausschließlich an Menschen am Lebensende. Es ist ebenso für Freund:innen, Paare, Familien oder Wahlfamilien gedacht – für Momente, in denen man sich Zeit nimmt
und sich wirklich zuhört. Vielleicht bei einem Glas Wein. Vielleicht an einem Küchentisch. Vielleicht in einer Situation, in der ohnehin klar ist, dass das Leben endlich ist.
„Letzte Runde“ ist kein fertiger Abschluss und kein Leitfaden.
Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten.
Es ist eine Einladung, innezuhalten.
Und miteinander ins Gespräch zu kommen – solange es noch möglich ist.
Ein besonderer Moment in diesem Jahr war eine geplante Veranstaltung zum Weltfrauentag am 19. März. Die Leiterin des Bürgerhauses Salzmannbau, mit der mich seit der gemeinsamen Logo-Entwicklung eine Freundschaft
verbindet, hatte mich Anfang des Jahres gefragt, ob ich mir vorstellen könne, eine Vorsorge-Veranstaltung für Frauen zu gestalten. Der Anlass war ein sehr persönlicher – und
zugleich ein gesellschaftlich relevanter: Care-Arbeit liegt gerade im Todesfall noch immer zu rund 80 % bei Frauen.
Ich habe ein Konzept ausgearbeitet, das mir sehr am Herzen lag: ein kurzer Impulsvortrag, gefolgt von einer offenen Gesprächsrunde, in der das Kartenset „Letzte Runde“ zum Einsatz kommen sollte.
Alles war vorbereitet und beworben, 15 Frauen hatten sich bereits per E-Mail angemeldet. Ich war aufgeregt – und voller Vorfreude, das Set erstmals im echten Austausch zu testen.
Zwei Tage vor der Veranstaltung musste ich sie aufgrund meiner starken Piriformis-Schmerzen absagen. Das war schmerzhaft – körperlich wie emotional. Aber dieser Moment hat mir auch gezeigt, dass
das Interesse da ist. Dass es einen Raum für diese Gespräche gibt. Und dass dieses Kartenset seinen Weg finden wird – vielleicht nicht immer nach Plan, aber zur richtigen Zeit.
Es war alles da, es war bereit – und es wird wiederkommen. Ob zu Ostern oder vielleicht zum nächsten Weltfrauentag: Das Gespräch ist eröffnet, und es wird weitergehen.
Lesung mit Eric Wrede
Im Frühjahr 2025 habe ich eine Lesung von Eric Wrede bei der Ökumenischen Hospizbewegung in Düsseldorf Benrath besucht.
Eric ist Bestatter, Autor und einer der Menschen, die sich seit Jahren dafür einsetzen, den Umgang mit Tod, Trauer und Abschied in unserer Gesellschaft offener, ehrlicher und menschlicher zu
gestalten.
Ich kannte ihn und seine Arbeit bereits aus den Medien, aber ihn live zu erleben, war noch einmal etwas ganz anderes. Mit viel Ruhe, Humor und Klarheit sprach er über Sterben, Abschiednehmen und
darüber, wie wichtig es ist, diese Themen nicht aus unserem Alltag zu verbannen.
Was mich besonders berührt hat, war seine Selbstverständlichkeit im Umgang mit dem Tod. Keine Schwere, kein Pathos – sondern Präsenz, Respekt und Menschlichkeit. Genau das, was mir in vielen
klassischen Kontexten rund um Bestattung oft fehlt.
Während der Lesung wurde mir einmal mehr bewusst, wie sehr sich meine eigene Arbeit mit artemori in diesen gesellschaftlichen Wandel einfügt. Stoffurnen sind für mich kein dekoratives Produkt,
sondern ein Angebot, Abschied persönlicher, wärmer und individueller zu gestalten.
Die Lesung war für mich weniger ein „Event“, sondern eher eine Bestätigung:
Dass ich mit meinem Weg richtig liege. Und dass es immer mehr Menschen gibt, die bereit sind, neue Formen des Erinnerns und Loslassens zuzulassen.
Und am Schluss gab’s sogar noch eine persönliche Widmung im Buch und ein Selfie mit Eric.
KWD – Kick-off: Sichtbarkeit für die Kreativwirtschaft Düsseldorf
Im Frühjahr gab es dann noch ein Projekt, das weniger mit meinem eigenen Herzensbusiness zu tun hatte, mir aber trotzdem wichtig war: die Gründung von Kreativwirtschaft Düsseldorf e. V. (KWD).
Wie ihr wisst, bin ich Mitglied der Vollversammlung der IHK Düsseldorf. Im Rahmen mehrerer Kreativ-Frühstücke, zu denen die IHK Kreative aus ganz unterschiedlichen Bereichen eingeladen hatte,
wurde schnell deutlich, dass viele von uns ein ähnliches Anliegen teilen:
Die Kreativwirtschaft in Düsseldorf ist stark, vielfältig und professionell – aber oft erstaunlich wenig sichtbar.
Aus diesem gemeinsamen Wunsch heraus entstand die Idee, einen eigenen Verein zu gründen. Die anfallenden Aufgaben wurden sehr pragmatisch in Arbeitskreise aufgeteilt. Ich selbst habe im
Arbeitskreis Corporate
Design und Öffentlichkeitsarbeit mitgearbeitet und mich dort eingebracht, wo meine berufliche Expertise liegt.
Im März fand schließlich die Kick-off-Veranstaltung statt. Die Resonanz war überwältigend: Die eingeladenen Gäste, Speaker:innen und Unterstützer:innen waren vom Programm und vom
visuellen Auftritt begeistert. Es sind an diesem Abend direkt neue Kontakte entstanden – und sogar erste neue Mitglieder für den Verein gewonnen worden.
Rückblickend war diese Veranstaltung für mich ein wichtiger Moment. Sie hat mir gezeigt, dass ich – trotz aller persönlichen und gesundheitlichen Herausforderungen – weiterhin Teil eines größeren
Ganzen bin. Dass ich mich einbringen kann. Und dass berufliche Zusammenarbeit auch dann trägt, wenn die eigenen Kräfte gerade begrenzt sind.
Im weiteren Verlauf des Jahres konnte ich mich leider nicht mehr so intensiv engagieren, wie ich es mir gewünscht hätte. Mein Piriformis hat mir hier sehr deutlich Grenzen gesetzt.
Aber ich bin dankbar, Teil dieses Anfangs gewesen zu sein – und ich bin sicher, dass der Verein KWD für Düsseldorf noch viel bewegen wird.
Privat – Abschiede, Schmerz und das, was bleibt
Von Abschieden, von körperlichen Grenzen – und von Gefühlen, die sich nicht einfach sortieren lassen.
Während sich beruflich vieles um Klärung, Verantwortung und Sichtbarkeit drehte, gab es einen Moment in diesem Jahr, der alles andere in den Hintergrund treten
ließ.
Einen Moment, in dem mir sehr deutlich wurde, warum ich diesen Weg überhaupt eingeschlagen habe.
Mein erster Auftrag für eine Stoffurne
Manche Ereignisse fühlen sich nicht wie Zufälle an.
Eher wie leise Zeichen, die man erst im Nachhinein wirklich begreift.
Als mich meine frühere Schulkameradin Elke nach mehr als 30 Jahren plötzlich auf meiner Mailbox anrief, habe ich mich zunächst gefreut. Ihre Stimme wiederzuhören war unerwartet vertraut. Doch der
Anlass ihres Anrufs war ein trauriger: Ihre Mutter war am Vortag verstorben.
Elke folgt mir schon lange auf Facebook und hatte dort auch mein Projekt artemori und meine Arbeit mit Stoffurnen mitverfolgt. Dass sie sich in diesem Moment ausgerechnet an mich wenden würde,
war für mich mehr als nur eine berufliche Anfrage.
Nur wenige Tage zuvor hatte ich bei Von der Heydt Bestattungen, die ich mit
Strandgut Design grafisch betreue, eine Schaufensterdekoration mit mehreren meiner
Stoffurnen gestalten dürfen. Elke lebt im gleichen Stadtteil und war daran vorbeigegangen. Sie konnte sich so ein sehr konkretes Bild davon machen, was ich anbiete. Dass sie dieses
Angebot so kurz darauf tatsächlich in Anspruch nehmen würde, konnte sie in diesem Moment natürlich noch nicht wissen.
Für mich war dieser Auftrag etwas völlig anderes als alles, was ich bis dahin gemacht hatte. Es war der erste Moment, in dem aus einer Idee, aus Entwürfen, aus innerer Überzeugung eine reale
Verantwortung wurde. Ein Abschied. Ein Mensch. Eine Familie.
Die Grundidee meiner Stoffurnen ist es, textile Materialien zu verwenden, die einen direkten Bezug zur verstorbenen Person haben – Kleidung, Stoffe, Dinge, die Spuren eines gelebten
Lebens tragen. In diesem Fall gab es jedoch keine solchen Textilien. Also haben wir gemeinsam nach einem anderen Zugang gesucht.
Im Gespräch erzählte mir Elke von dem Schrebergarten ihrer Mutter und von ihrer Liebe zu Blumen. Die Urne sollte farbenfroh sein. Lebendig. Kein trauriges Schwarz oder Grau.
Ich habe mein Stofflager durchsucht und ihr zwei Stoffe sowie zwei unterschiedliche Gestaltungsansätze per WhatsApp geschickt. Die Entscheidung fiel schnell.
Der Rest entstand mit viel Intuition, Zeit und Einfühlungsvermögen. Viele Details haben sich erst während des Arbeitens ergeben – weil ich gespürt habe, dass die Urne sonst noch
nicht „fertig“ gewesen wäre. Ich habe sie sowohl mit der Maschine als auch von Hand genäht, Schicht für Schicht, Stich für Stich.
Ausgeliefert wurde die Urne an die Bestatterin, die später die Aschekapsel aus dem Krematorium in die textile Hülle eingesetzt hat. Elke konnte sich meine Arbeit zuvor ansehen und absegnen. Als
sie die Urne sah, war sie zu Tränen gerührt. Ich weiß nicht, wie oft Bestatter:innen erleben, dass Kundinnen beim Anblick einer Urne weinen – nicht aus Überforderung, sondern aus Berührung.
Am 13. November, an einem sonnigen Mittwochnachmittag, durfte ich Elke zur Beisetzung ihrer Mutter auf dem Gerresheimer Waldfriedhof begleiten. Sie hatte sich
gegen zusätzlichen Blumenschmuck entschieden. Die Urne selbst war Blume genug. Das empfanden auch die Trauergäste, denen zuvor gar nicht bewusst war, dass die letzte Hülle für die Asche eines
Menschen auch individuell, weich und aus Stoff gestaltet sein kann.
Da die Urne im Erdreich verschwindet und wir sie in NRW (noch) nicht mit nach Hause nehmen dürfen, habe ich mir für Elke noch etwas Besonderes überlegt. Als persönliches Erinnerungsstück habe ich aus allen Stoffen der Urne ein kleines Herz gefertigt, gefüllt mit duftenden Wiesenkräutern.
So bleibt etwas Greifbares, etwas, das man in die Hand nehmen, riechen und bei sich tragen kann – ein leiser Trost, der über den Tag der Beisetzung hinaus wirkt.
Erst im Nachhinein wurde mir eine weitere, sehr persönliche Übereinstimmung bewusst:
Meine Auftraggeberin trägt denselben Nachnamen wie mein lieber väterlicher Freund Gerhard. Er war der erste Mensch, den ich – zwei Jahre zuvor – in einer von mir gestalteten Stoffurne beigesetzt
habe. Auch seine Beisetzung fand an einem 13. November statt.
Diese Übereinstimmung von Namen und Datum hat mich tief berührt.
Als hätte sich ein Kreis geschlossen.
Oder als hätte mir das Leben leise zuflüstern wollen: Du bist auf dem richtigen Weg.
Das Piriformis-Syndrom – wenn nichts mehr geht
Was so ein kleiner, verkrampfter Gesäßmuskel alles anrichten kann.
Das Piriformis-Syndrom hat mich bereits vor acht Jahren für mehrere Monate aus dem Leben katapultiert. Außer liegen ging damals kaum etwas. Jeder Toilettengang war eine Tortur. Es fühlte sich an,
als hätte meine rechte Gesäßmuskulatur rund um die Uhr einen Krampf – über Wochen hinweg.
Anfang 2025 war es wieder so weit.
Der kleine birnenförmige Muskel verkrampft sich, quetscht den Ischiasnerv und verursacht einen dauerhaften Schmerz, der vom Po bis in die Ferse zieht. Schmerzmittel von Ibuprofen bis hin zu
starken, verschreibungspflichtigen Präparaten gehörten bald wieder zu meinem Alltag. Ich war regelmäßig bei meinem Orthopäden, probierte unterschiedlichste Therapien aus – ohne nachhaltigen
Erfolg. Auch Osteopathie und meine eigenen naturheilkundlichen Ansätze halfen diesmal nicht.
Irgendwann habe ich aufgehört zu erklären, dass ich nicht „Rücken“ habe.
Seit 2018 bin ich Mitglied einer Facebook-Gruppe für Menschen
mit Piriformis-Syndrom. Dort wird schnell klar, wie schwer diese Diagnose einzugrenzen ist – und wie oft die psychische Komponente dabei völlig unterschätzt wird.
Rückblickend weiß ich: Ich hatte mich Anfang des Jahres maßlos überfordert. Wie schon 2017 habe ich die vielen kleinen Warnzeichen meines Körpers ignoriert.
Mein bester Freund, von dem ich bereits in meinem Jahresrückblick 2023 erzählt habe, lag im Sterben. Ich war für ihn da, so oft es mir möglich war. Ich habe mit ihm über seine Ängste
gesprochen, über seine Wünsche für den Abschied, habe seine Wohnung sauber gemacht und seinen geschwächten Körper gepflegt. In tiefer Freundschaft und Zuneigung – wissend, dass es irgendwann das
letzte Mal sein würde.
Wir hatten nicht nur eine enge persönliche Verbindung, sondern auch eine berufliche. Als Grafiker haben wir uns regelmäßig über laufende Projekte ausgetauscht, uns Feedback gegeben und
gegenseitig gestützt. Und wie sehr habe ich unsere gemeinsamen Trödelmarkt-Besuche geliebt.
Als er schließlich auf die Palliativstation und später ins Hospiz verlegt wurde, kreisten seine Gedanken immer wieder um einen letzten Auftrag, den ich für ihn übernehmen sollte. Es schien, als
könne er erst loslassen, wenn dieses Projekt gut abgeschlossen wäre. Leider hatte er es versäumt, mich rechtzeitig zu briefen. Ich wusste nicht, worum es ging, fand keine Daten auf seinem Laptop
– und das machte mich schier wahnsinnig.
Ich wollte, dass er gehen kann.
Und gleichzeitig war ich wütend.
Wütend darüber, dass er diesen Auftrag überhaupt noch angenommen hatte. Wütend darüber, dass ich helfen sollte, ohne zu wissen wie.
Aber darf man wütend auf den sterbenden besten Freund sein?
Ich habe all das heruntergeschluckt. Und mein Körper hat es gespeichert.
So sehr, dass ich ihn in den letzten drei Wochen seines Lebens nicht mehr im Hospiz besuchen konnte, obwohl ich es so sehr wollte. Am 1. April ist er gestorben. Das Problem mit dem Auftrag hat sich später irgendwie gelöst – mich selbst aber hat diese Geschichte nicht losgelassen.
Als letzten Freundschaftsdienst habe ich ihm einen ganz besonderen Trauerbrief mit vielen Fotos und einen letzten Post für seine Social Media Kanäle gestaltet – und bei seiner „Lebensfeier“ natürlich eine Schlägerkappe getragen.
Von März bis Ende November war ich als selbstständige Grafikerin nicht wirklich arbeitsfähig. Mehr als eine halbe Stunde kreatives, konzentriertes Arbeiten pro Tag war lange nicht möglich – trotz
höhenverstellbarem Schreibtisch und Stehhocker. Eine echte Katastrophe.
Obwohl ich ihn sehr vermisse, kann ich bis heute nicht weinen. Ich arbeite noch daran, meine Wut zuzulassen und wieder Raum für Liebe und Leichtigkeit zu
schaffen. Solange mir das nicht gelingt, wird mich vermutlich auch mein Piriformisschmerz weiter begleiten.
Dieser kleine, fiese Muskel.
Doch jetzt beginnt ein neues Jahr. Und ich bin voller Hoffnung, dass ich bald wieder schmerzfrei bin.
Mit dem Arbeiten klappt es auf jeden Fall schon wieder.
Während mein Körper mich zwang, langsamer zu werden und innezuhalten, gab es parallel ein Thema, das ebenfalls nach einem Abschluss verlangte – eines, das mich schon lange begleitet und
emotional stark gefordert hatte.
Ende gut, alles gut – mein Haus hat zwei würdige neue Besitzer
Genau zwei Jahre hat es gedauert, bis ich Menschen gefunden habe, bei denen ich wusste: Das passt.
Zwei Jahre voller Gespräche, Zweifel, Hoffnungen und schlafloser Nächte.
Nach genau 100 Jahren schreibt nun eine neue Familie ihre eigene Geschichte in diesem besonderen Haus in Berlin. Ein Haus, das 1925 erbaut wurde und in dem so viele Leben, Erinnerungen und
Umbrüche ihren Platz hatten.
David und Melina haben sich aufrichtig in dieses Haus verliebt. Und ich habe schnell gespürt, dass sie es nicht einfach nur kaufen, sondern wirklich übernehmen wollen. Mit Respekt, mit Neugier
und mit dem Wunsch, seine Eigenwilligkeit zu bewahren.
Damit konnte ich auch einen sehr persönlichen Wunsch erfüllen: den Wunsch des letzten Eigentümers aus der Familie Wolff, die dieses Haus einst erbauen ließ. Ich bin mir sicher, dass die beiden
das Haus ganz in seinem Sinne weiterführen werden.
Besonders erleichtert war ich auch darüber, dass ich mein Versprechen gegenüber den Nachbarn aus dem Vorderhaus einlösen konnte: Ihnen neue, freundliche Nachbarn zu bescheren. Dank meiner
wunderbaren Maklerin ist
auch das gelungen.
Die letzten zwei Jahre rund um den Verkauf waren emotional enorm herausfordernd für mich. Ich habe viel gelernt – über Geduld, über Vertrauen und darüber, wie viele großartige Menschen es gibt,
wenn man bereit ist, sie hereinzulassen.
Ein gutes Dutzend neuer Begegnungen hat seitdem mein Leben bereichert und meinen Glauben an das Gute im Menschen gestärkt. Dafür empfinde ich tiefe Dankbarkeit.
Ende gut, alles gut.
Als Einstandsgeschenk, habe ich den beiden Neuen einen eigenen Haussegen gestaltet und ihnen bei der Schlüsselübergabe überreicht. Als Grafikerin war mir die Gestaltung eine Herzensangelegenheit.
Kurzbesuch bei meiner ältesten Freundin in Berlin
Véronique kenne ich seit der fünften Klasse. Unsere Freundschaft begleitet mich nun schon seit über vier Jahrzehnten – mit all den Umwegen, Pausen und Ortswechseln, die das Leben so mit sich
bringt. Wir haben uns nie aus den Augen verloren, auch wenn wir uns manchmal lange nicht gesehen haben. Und wenn wir uns dann treffen, fühlt es sich jedes Mal so an, als hätte unser letztes
Gespräch erst vor ein paar Tagen stattgefunden.
Véronique hat im Laufe ihres Lebens an vielen Orten auf der Welt gelebt. Seit Anfang des Jahres hat es sie wieder einmal nach Berlin verschlagen, und auf meiner Rückreise von der Stippvisite im
Haus habe ich es im Juli endlich geschafft, sie zu besuchen. Ich tue mich mit dem Verreisen oft schwer – umso wertvoller war dieser kurze Abstecher für mich.
Dank eines lieben Freundes wurde ich samt Gepäck mit dem Auto von Lichtenrade nach Friedrichshain gebracht. So blieb meiner geplagten Po-Muskulatur eine U-Bahn-Fahrt erspart. Véroniques kleine
Neubauwohnung in der siebten Etage bot einen wunderbaren Blick über die Stadt. Zur Begrüßung gab es gut gekühlten Champagner und eine selbst gekochte Pasta, die wir bei sommerlicher Hitze auf dem
Balkon genossen haben.
Wir haben lange geplaudert, gelacht und Erinnerungen geteilt – ganz so wie früher. Bei über 30 Grad in der Wohnung war an Schlaf zwar kaum zu denken, aber das spielte keine Rolle. Am nächsten
Morgen habe ich mich nach einem kleinen Frühstück auf den Rückweg nach Düsseldorf gemacht.
Es war ein kurzer, aber sehr intensiver Besuch. Einer von denen, die nachklingen und ein warmes Gefühl hinterlassen. Ich habe mir fest vorgenommen, solche Begegnungen künftig nicht mehr so lange
aufzuschieben. Manche Freundschaften brauchen keinen Alltag – sie brauchen nur Zeit miteinander.
Leider haben Sofa-Nacht und sechsstündige Zugfahrt meinem Piriformis gar nicht gutgetan. Aber emotional war dieser Besuch ein Geschenk.
Was mich getragen hat – kleine Anker im Alltag
Wenn ein Jahr so viele emotionale, körperliche und innere Herausforderungen bereithält, braucht es Anker. Kleine und große Dinge, die Halt geben, ohne laut zu sein. Für mich waren es 2025 vor allem diese vier:
Mein erstes Retreat – Zeit für mich
Anfang November habe ich zum ersten Mal an einem Retreat meiner Freundin und Kundin Petra Mosch teilgenommen. Für ihre beiden Unternehmen Petra Mosch – die Pfadfinderin und Organic – schöne Haare gestalte ich seit vielen Jahren Websites und Werbemittel. Inhaltlich war mir ihre Arbeit also bestens vertraut – nur erlebt hatte ich sie selbst noch nie.
Nach Monaten der Schmerzen, der sozialen Isolation und des Funktionierens war ich endlich bereit dafür.
Drei Tage in der Leuther Mühle im Nettetal – und rückblickend genau zur richtigen Zeit.
Zusammen mit zwölf Frauen zwischen Anfang 40 und 82 habe ich eine Tiefe von Verbundenheit erlebt, die mich selbst überrascht hat. Innerhalb kürzester Zeit entstand eine Wärme, eine Zugewandtheit,
die ich so noch nie erlebt hatte.
Durch gemeinsames Schweigen, Spazierengehen, Singen, Meditieren, Yoga, Basteln, Essen und achtsames Zuhören haben Petra und ihre Kollegin Kerstin einen Raum geschaffen, in dem wir uns alle
sicher, getragen und wertgeschätzt fühlen konnten.
Besonders berührt hat mich die Idee der „Waldgarderobe“: Bei einem Spaziergang zu Beginn konnten wir symbolisch all das ablegen, womit wir uns in diesen Tagen nicht beschäftigen wollten. Danach
war Platz für Klarheit.
Am letzten Abend gestalteten wir ein Moodboard im Weckglas – mit Bildern, Worten und kleinen Lichtern für unsere Wünsche an 2026. Meines steht heute gut sichtbar im Wohnzimmer.
Ich weiß jetzt: Man muss solche Erfahrungen nicht verstehen. Man muss sie fühlen.
Und ja – ich werde mir 2026 ganz sicher wieder eines dieser Retreats mit Petra und Kerstin schenken.
Apfelsaft geht immer. Auch mit Piriformis.
2025 war ein hervorragendes Apfeljahr. Unsere beiden Apfelbäume, der Kirschbaum und die Weinreben haben reich getragen. Den Schrebergarten konnte ich zwar lange Zeit nicht so nutzen, wie ich es mir gewünscht hätte – aber Ende September ging es mir zumindest gut genug für die Ernte.
Gemeinsam mit Micha und seinem Freund Andi haben wir an vier Tagen Äpfel und Trauben verarbeitet. Das Ergebnis:
27 Liter Apfelsaft und 24 Liter Traubensaft – abgefüllt in Schläuche.
Die schönsten Äpfel haben wir für Müsli und direktes Essen behalten. Ungespritzt, selbst geerntet – besser geht’s nicht.
Aus dem Pressgut habe ich außerdem noch rund 12 Liter Apfelwein und 4 Liter Apfelessig angesetzt.
Etwas Archaisches, Erdendes – genau das, was ich gebraucht habe.
Endlich eine Destille – und Düfte für die Seele
Düfte und ätherische Öle begleiten mich schon sehr lange. Eine eigene Destille war immer ein Traum – bislang aber schlicht zu teuer und zu aufwendig.
Über YouTube bin ich auf eine elektrische Wasser-Destille von VEVOR
gestoßen. Einfach in der Handhabung, erschwinglich – und genau richtig für meine Zwecke.
Die Ausbeute an ätherischem Öl ist zwar meistens verschwindend gering, aber das Öl- und das Lavendelhydrolat aus meinen eigenen Pflanzen war ein echtes Highlight. Besonders erfreut hat mich das
Hydrolat aus meinen Rosengeranien vom Balkon. Jahrelang hatte ich mich geärgert, die duftenden Blätter beim Rückschnitt einfach entsorgen zu müssen. Dieses Jahr wurden sie endlich genutzt.
Kein ätherisches Öl – aber ein wunderbares Pflanzenwasser, das jetzt mein Kopfkissen beduftet.
Die so gewonnenen Pflanzenwasser nutze ich außerdem für die Trauerarbeit.
Wenn dich das Thema interessiert, kann ich dir „Das große Buch der
Pflanzenwässer“ von Susanne Fischer-Rizzi wärmstens an Herz legen. Ich lese ja eher selten, aber das Buch habe ich mir gekauft.
Meine Bäcker-WhatsApp-Status-Fotos
Videos zu drehen ist nicht ganz meine Komfortzone. Aber dieses Jahr habe ich eine kleine, sehr persönliche Routine entwickelt:
samstags und sonntags geht’s zum Bäcker – und auf dem Weg dorthin oder zurück habe ich über meinen WhatsApp-Status ein fröhliches „Guten Morgen“ in die Welt geschickt.
Meist kurze Videos, manchmal nur Fotos. Nach den ersten Malen kam so viel nettes Feedback, dass daraus eine kleine Serie wurde.
Ich war überrascht, wer sich diese Statusmeldungen ansieht – und wer sich plötzlich wieder meldete. Freundschaften wurden aufgefrischt, Kontakte neu belebt. Eine einfache Geste mit großer
Wirkung.
Viele Wochen ging das wegen meines Piriformis nicht. Aber gerade deshalb waren diese kleinen Rituale so wertvoll.
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Was ich 2025 zurück lasse
2025 hat mir sehr deutlich gezeigt, dass ich nicht dafür gemacht bin, Dinge lange auszuhalten, die sich innerlich schon falsch anfühlen.
Ich lasse den Anspruch zurück, mich durchzubeißen, wenn mein Körper längst anderer Meinung ist. Und ich verabschiede mich von der Vorstellung, dass Pausen erst verdient werden müssen.
Ich lasse los, Projekte künstlich am Leben zu halten – nur weil ich sie einmal begonnen habe.
Und ich verabschiede mich von dem schlechten Gewissen, wenn ich spüre, dass etwas abgeschlossen ist, auch wenn es nach außen vielleicht noch nicht „fertig“ aussieht.
Ich nehme aus diesem Jahr die Erkenntnis mit, dass Fokus für mich nichts mit Disziplin zu tun hat, sondern mit Stimmigkeit.
Wenn etwas wirklich passt, bin ich ganz da. Wenn nicht, verliere ich mich – und das ist kein Fehler, sondern ein Hinweis.
Mein 2025 in Zahlen – oder warum mir dieses Kapitel schwerfällt
Ich habe dieses Jahr kaum Zahlen gesammelt.
Keine Statistiken, die beeindrucken. Keine Kurven, die nach oben zeigen.
Dafür habe ich andere Marker:
➽ 1 erster Auftrag für eine Stoffurne – der mir gezeigt hat, dass artemori kein Gedanke mehr ist, sondern
Realität
➽ Viele Wochen, in denen Arbeiten kaum möglich war – und in denen ich lernen musste, nichts zu erzwingen
➽ Unzählige Gespräche über Abschied, Vorsorge und das Leben dazwischen
➽ Ein Körper, der mich sehr konsequent ausgebremst hat – und mir damit letztlich geholfen hat
Ich weiß, dass das keine klassischen Erfolgszahlen sind.
Aber sie erzählen sehr ehrlich, wie dieses Jahr wirklich war.
Mein Blick auf 2026
2026 soll kein Jahr der großen Ankündigungen werden.
Sondern eines der klaren Entscheidungen.
Ich möchte schneller erkennen, was wirklich zu mir passt – und mich früher verabschieden, wenn es das nicht tut.
Ich will Projekte nicht mehr „ziehen“, sondern ihnen entweder Raum geben oder sie bewusst loslassen.
Ich wünsche mir wieder mehr grafische Arbeit – vor allem für Strandgut Design. Nicht im
Sinne von „viel“, sondern im Sinne von stimmig. Ich merke, wie sehr mir diese Art des Gestaltens fehlt, auch wenn sie eine Zeit lang keinen Platz hatte.
2026 darf wieder mehr fließen.
Nicht hektisch – aber lebendig.
So kannst du 2026 mit mir arbeiten
Im kommenden Jahr möchte ich artemori weiterhin mit der gleichen Hingabe gestalten, mit der dieses Projekt 2025 erstmals sichtbar geworden ist.
„artemori“ steht für handgefertigte Stoffurnen, persönliche Erinnerungsstücke und kreative Wege des Abschieds – so individuell
wie die Menschen, für die sie gedacht sind. Jedes Stück entsteht mit Sorgfalt, Zeit und dem Wunsch, Verbundenheit spürbar werden zu lassen.
Wenn du 2026 Begleitung suchst – für eine individuell gestaltete Stoffurne aus Düsseldorf, ein persönliches Erinnerungsstück oder das Kartenset „Letzte Runde“, um Gespräche
über Abschied und Vorsorge leichter zu beginnen – bin ich gerne für dich da.
Alle Informationen und Beispiele findest du auf artemori.de.
Und wenn du Fragen hast oder einen ganz persönlichen Austausch suchst, freue ich mich, von dir zu hören.
Meine 7 Ziele für 2026
-
artemori weiter in die Welt bringen
Schritt für Schritt, ohne mich zu überfordern. -
Mein Kartenset „Letzte Runde“ veröffentlichen
Weil Gespräche über Abschied leichter sein dürfen. -
Wieder mehr grafisch arbeiten
Besonders in Projekten, die Klarheit brauchen. -
Meinem Körper früher zuhören
Nicht erst dann, wenn er laut wird. -
Fokus nicht erzwingen
Sondern dort einsetzen, wo er natürlich entsteht. -
Mir schneller erlauben, loszulassen
Ohne Rechtfertigung. - Offen bleiben für Neues – aber nicht auf Kosten von mir selbst.
Mein Motto für 2026
❛❛ Klar. Beweglich. Wahr. ❜❜
Zum Schluss
Dieses Jahr war kein einfaches.
Aber es war ehrlich und lehrreich.
Ich gehe nicht mit großen Plänen ins neue Jahr – sondern mit einem klareren Gefühl dafür, was ich wirklich will.
Und das fühlt sich nach einem guten Anfang an.
Herzlich ❤
Christina
Unterstützung annehmen ist erlaubt – auch KI
Liebe Leser:innen, ich gestehe: Für diesen Jahresrückblick habe ich mir diesmal Unterstützung von ChatGPT geholt. Ich neige nämlich dazu, mit zu viel Fachwissen
zu glänzen und mich in Details zu verlieren – das hätte euch wahrscheinlich eher eingeschläfert. Dank der KI ist der Rückblick jetzt klar strukturiert, und ihr könnt ihm entspannt
folgen.
KI ist für uns Designer:innen längst Realität. Auch im meinem Berufsverband für Kommunikationsdesign, dem BDG, diskutieren wir ständig: Fluch oder Segen? Meiner Meinung nach ist es beides.
ChatGPT hat mir in diesem Jahr tatsächlich geholfen – bei Fragen zum Gebrauchsmusterschutz, beim Hausverkauf und sogar bei Überlegungen rund um alternative Therapien
für meinen hartnäckigen Piriformis.
Aber was KI niemals kann: handgefertigte Stoffurnen nähen, tröstende Gespräche führen oder die Wärme einer echten Umarmung schenken. Dafür sind wir Menschen unersetzlich – und genau das macht das Leben so reich und lebendig.
Dein Kommentar liegt mir besonders am Herzen
Wenn du magst, hinterlasse mir gern einen Kommentar. Auch wenn ich hier leider nicht direkt antworten kann: Ich lese jeden einzelnen mit großer Dankbarkeit – und nehme ihn als stillen Ansporn mit ins neue Jahr.















































































Marita Eckmann (Sonntag, 15 Februar 2026 17:16)
Liebe Christina,
da war so viel Spannendes drin, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll, und ich befürchte, dass ich vergesse, zum einen oder anderen etwas zu sagen.
Zum Glück hast Du Fotos von der Stoffurne gezeigt, denn ich hatte keine Ahnung, wie ich mir das vorstellen kann. Eine sehr interessante Variante. Mal etwas gaaaanz anderes.
Das mit dem Hausverkauf kann ich sehr gut nachvollziehen, nachdem wir im letzten Jahr das Elternhaus verkauft haben. Bis zur Schlüsselübergabe war es aufregender, als ich es gebraucht hätte, aber Ende gut, alles gut.
Das Kartenset finde ich mega spannend und vom Buch des Bestatters (ich weiß den Namen leider nicht mehr) habe ich mir schon eine Leseprobe downgeloadet. Ich finde all diese Themen schon immer sehr spannend. Einzig mein Vater hat nicht verstanden, wie man sich mit 25 schon mit dem Sterben auseinandersetzen kann. Das kam wohl von der Auseinandersetzung mit der Spiritualität.
Ich drücke Dir die Daumen für Dein Rückenthema. Kenne ich. Zwar nicht in dieser Form, aber Rücken ist Rücken ;-)
Vieles loszulassen, hinter mir zu lassen war bei mir 2025 auch dran. Ich wünsche Dir ein tolle 2026 und sende Dir herzliche Grüße.
Marita
Lutz Hanke (Freitag, 16 Januar 2026 15:21)
Hallo Christina,
das ist schon eine etwas komische Situation mit Dir, hm, nicht mit Dir persönlich, sondern mit meiner eigentlichen Interessenlosigkeit, was Internet und solch Seiten wie XING, LinkedIn, facebook, und, und ... betrifft. Andersherum Dein Jahresrückblick hat mich mächtig überrascht und mir gesagt, daß ich mich um solch tollen Informationen endlich mehr kümmern sollte. Erstmal Danke dafür.
Und ich finde Dein "artemori" wirklich menschlich sehr prima!
Grusz
Lutz aus der Domstadt Fürstenwalde
Marianne (Dienstag, 13 Januar 2026 10:23)
Danke für deinen ehrlichen Rückblick und den Einblick in dein Artemori-Angebot. Eine sehr schöne Idee, die den Standard-Urnen ein wenig Persönlichkeit und Wärme verleihen.
Dass es sich nicht auszahlt, wenn wir über unsere Kräfte hinaus arbeiten, stelle ich selber auch immer wieder fest. Wie schön, dass du für dich die Zeit der Erholung und Regenerierung nutzen konntest!
Ich wünsche dir, dass es 2026 mit Klarheit und Beweglichkeit weitergeht und dass du am Jahresende dankbar zurückschauen kannst.
Liebe Grüße von deiner Kollegin Marianne
Angela Carstensen (Sonntag, 11 Januar 2026 11:51)
Liebe Christina,
wie schön, dass du das rechtlich abgesichert bekommen hast, diese Stoffurnen sind ja wirklich toll. Und zum Piriformis: Bei solchen Muskeln lernen wir oft erst dann, dass wir sie haben, wenn sie schmerzen. Dass du da jetzt früher auf einen Körper achtest, ist echt weise.
Und weiß die KI-Erklärung am Ende echt zu schätzen, Transparenz ist in dem Bereich sehr willkommen :)
Ich wünsche dir, dass du deine Ziele so umsetzt, wie du dir das vorstellst und wie es dir gut tut!
Liebe Grüße
Angela
Sandra (Samstag, 10 Januar 2026 11:09)
Liebe Christina, es rührt mich sehr, deinen persönlichen Rückblick mit mir zu teilen und trotz KI kann ich deine Stimme und Gefühle absolut der Christina zuordnen, die ich vor vielen, vielen Jahren kennen lernen durfte ��
Du bist einfach DU - herzlich, unverfälscht, zugewandt, extrem kreativ, liebevoll und ein bisschen verrückt. Eine ganz besondere Mischung, die schon sehr früh für mich immer ein Vorbild war�
Ich wünsche dir von Herzen einfach ein wundervolles Jahr 2026 mit ganz viel Liebe, Zuwendung und Glücksmomenten. Herzlichst deine Sandra
Maike Maier (Dienstag, 06 Januar 2026 17:41)
Liebe Christina,
persönlich bleiben in Zeiten von KI - auch das habe ich mir für 2026 als Motto vorgenommen. Danke für deinen ehrlichen und bewegenden Einblick in 2025. Die Idee mit der bunten Stoffurne gefällt mir sehr gut. Auch bei mir war das Thema Abschied in diesem Jahr immer wieder präsent. artemori werde ich mir merken. Hab einen guten Start ins neue Jahr.
Liebe Grüße Maike
Gisela Peters (Dienstag, 06 Januar 2026 16:26)
Ein aufschlussreicher Bericht mit persönlichen interessanten Infos zu Themen, über die nicht gerne gesprochen werden. Danke für die Offenheit, danke, dass artemori zu mir gefunden hat.